Kriegsgefahr

Ein Kommentar wider die Kriegstreiberei

von Jochen Bunte

Nun rüsten sie wieder. Waffen und Soldaten werden an die Ostgrenze Europas verbracht, die von Russland bedrohte Ukraine mit Waffen und anderen Militärgütern versorgt. Rußland selbst hat einen großen Teil seiner Armee in den Südwesten verlegt, die Ukraine wird geradezu eingekesselt. In der Rüstungsindustrie knallen die Sektkorken.

Als eins der wenigen Länder, die sich da vorsichtig und zurückhaltend verhalten, gilt die Bundesrepublick Deutschland. Man kritisiert unsere Regierungskoalition, weil sie sich der Kriegstreiberei nicht anschließt, sondern andere Töne anschlägt. Man macht sich lustig über ein paar Soldatenhelme, die aus Deutschland verschickt worden sind und übersieht schlicht und einfach und auch gerne, dass die Regierung einer Bestellung  der Ukraine entsprochen hat.

Man unterstellt der deutschen Regierungskoalition, mit den Russen ein gutes Gasgeschäft machen zu wollen und fordert die Schließung des Berliner Büros unseres Altkanzlers Gerhard Schröder.

Man übersieht zu Vieles, und offenbar tut man das gern.

Deutschland verweigert sich der Kriegstreiberei. Dank unserer Koalition werden Türen der Diplomatie offen gehalten. Dank der vorsichtig zurückhaltenden diplomatischen Aktivitäten unseres Kanzlers bleibt Deutschland seiner Friedensverpflichtung aufgrund seiner eigenen Vergangenheit treu. Und das ist gut so. Die deutsche Sozialdemokratie schafft das Vertrauen, dass alle Beteiligten erhobenen Hauptes aus dieser Misere ohne Schaden herauskommen können.  Dieser Politik müssen wir weiter folgen. Sie ist kein Zeichen der Schwäche, sondern wahre Stärke um das Bemühen für Frieden. Und Friede muss das oberste Ziel allen politischen Handelns sein.

Die Rüstungsindustrie sollte schleunigst ihre Sektflaschen wieder einpacken!